In dieser Simulation kann man das Beziehungsdrama der Echsen nachvollziehen. In diesem Fall gehen wir von blauen, orangen oder gelben Revieren in Form von Kästchen aus, von denen aus die Leguanmännchen mit ihren Nachbarn konkurrieren.

In diesem Spielfeld sind wieder die gegnüberliegenden Seiten miteinander verknüpft. Zunächst werden alle Kästchen nach dem Zufallsprinzip besetzt. Dann wird der Reihe nach ein Feld bestimmt, zu dem dann eines der vier direkt angrenzenden Nachbarfelder per Zufall ausgewählt wird. Fällt das Los dabei auf das Revier des dominanten Gegners, muss es dessen Farbe annehmen, in allen anderen Fällen bleibt es unverändert.

In dem Rechteck unter dem Spielbrett wird die prozentuale Anzahl der Felder in der jeweiligen Farbe (Population) angezeigt. Die ganz oben dargestellten Leguane mit der orangen Kehle verdrängen die blauen, die die gelben, und die wiederum die ganz oben stehenden orangen.

Wem die Graphik zu kompliziert ist, kann sie durch Anklicken der Checkbox "mit Verdichtung" vereinfachen. In diesem Fall wird nach jedem Spielzug überprüft,welches Kästchen drei oder vier blaue (gelbe, orange) Nachbarn hat, und dieses wird dann ebenfalls blau (gelb, orange) eingefärbt.


Das geht auch auf einem hexagonalen Raster, also einem, auf dem sechseckige Felder wie Bienenwaben angeordnet sind. Eigentlich sieht es sogar schöner aus als die rechteckigen Kästchen, ist aber schwieriger zu programmieren.

Wie ich das gemacht habe, und warum die Abmessungen so merkwürdig sind, habe ich hier versucht zu erklären.


In dieser Simulation sind es fünf Farben, die sich gegenseitig versuchen zu verdrängen bzw. fressen, und zwar in derselben Reihenfolge wie in der Populationsanzeige, von oben nach unten (rot verdrängt blau, blau verdrängt gelb, ....und grün verdrängt rot).

Es gibt aber noch zwei Regel-Varianten zum Anklicken :

(a) "Jede Farbe frisst die nächste und die übernächste", also rot verdrängt blau und gelb, blau verdrängt gelb und violett,...

(b) "Jede Farbe frisst die nächste und die vorvorhergehende" (was bei fünf Spezies natürlich gleichbedeutend ist mit "die überübernächste"), also rot verdrängt blau und violett,...

Ein weiteres Feature ist der Button "eine Farbe verschwindet". Wird dieser angeklickt, so verschwindet eine Farbe und wird statistisch durch die vier verbleibenden ersetzt.

Zuletzt gibt es noch den Button "ein Rechteck erscheint". Darunter befindet sich ein Schieber, mit dem (vor dem Klicken) dessen Größe eingestellt werden kann. Wird dieser Button gedrückt, erscheint ein Rechteck mit einer zufällig ausgewählten Farbe, die alle anderen Farben ersetzt. olge des Zusammenstoßes ändern.


In dieser Simulation ist die Verdrängung einer Farbe durch eine andere an weitere Bedingungen geknüpft. Wird die Bedingung "keine Einschränkungen" gewählt, haben wir die "Leguan"-Simulation von oben auf der Seite.

Die Einschränkungen in der oberen Hälfte der Schaltfläche gelten nur für den Fall, dass rote Felder von gelben verdrängt werden sollen.

Die erste Bedingung lautet, dass das rote Feld nur dann gelb eingefärbt wird,wenn mindestens eines der verbleibenden drei Feldern (einer der vier Nachbarn ist ja der Angreifer) ebenfalls rot ist.

Die Bedingung daneben stellt das genaue Gegenteil dar : Das rote Feld wird nur dann gelb eingefärb, wenn es keinen roten Nachbarn hat.

In der zweiten Zeile kann die Bedingung gewählt werden, dass Rot nur dann von Gelb ersetzt wird, wenn eines - oder aber wenn keines - der Nachbarfelder blau ist. Blau ist ja an dem Akt, dass Rot von Gelb verdrängt werden soll, nicht direkt beteiligt, also "neutral", wird aber seinerseits von Rot verdrängt.

In der dritten Zeile kann Gelb Rot nur dann verdrängen, wenn Rot einen gelben Nachbarn hat bzw. nicht hat.

Die Einschränkungen in der unteren Hälfte der Schaltfläche gelten dem entsprechend, jedoch für alle Farben gleichermaßen. Die Bedingungen beziehen sich nun darauf, ob der Angegriffene einen/keinen Nachbarn in der eigenen Farbe hat, ob er (k)einen Nachbarn in der Farbe des Angreifers oder in der "neutralen" dritten Farbe hat.

Die seltsame "Kristallisation" auf dem Screenshot tritt übrigens dann auf, wenn erst "keine Einschränkung" galt und dann die gezeigte Bedingung angeklickt wird.


In dieser Simulation wird das Leguan-Thema mit Bällen, die wie im Billard aufeinanderprallen, dargestellt.

Auch hier gelten die Regeln von Schere - Stein - Papier : Prallt eine gelbe Kugel auf eine rote, färbt sich diese ebenfalls gelb. Prallen eine rote und eine blaue Kugel zusammen, wird die blaue Kugel rot. Bei eine blauen und einer gelben Kugel gewinnt die blaue. Jede Farbe hat also eine, gegen die sie gewinnt und eine, gegen sie verliert.


In dieser Simulation wird die Teilnehmerzahl wieder von drei auf fünf erhöht.

Dabei kann zwischen zwei Arten von Bedingungen gewählt werden :

Nach der Bedingung oben links kann jede Farbe eine andere ersetzen. Gelb ersetzt Rot, Rot ersetzt Blau, dieses Grün, Grün wiederum violett und endlich ersetzt Violett wieder Gelb - der Kreis hat sich geschlossen.

Die Bedingung oben rechts beschreibt nur den umgekehrten Fall - Rot ersetzt Gelb usw.

In der Bedingung links unten hat jede Farbe jeweils zwei, gegen sie gewinnt und zwei, gegen die sie verliert. In der Bedingung rechts unten sind wieder nur die Pfeilrichtungen umgekehrt.

Die unteren Bedingungen ähneln wieder mehr der Logik von Schere - Stein - Papier. Es lässt sich übrigens auch das Knobelspiel auf 5 Handzeichen erweitern : Zu den bekannten drei Zeichen kann man noch Brunnen (Ring) und Feuer (Finger nach oben) hinzufügen :
Brunnen gewinnt gegen Stein (fällt rein) und Feuer (wird gelöscht) und verliert gegen Papier (deckt ihn zu) und Schere (spreizt sich).
Feuer gewinnt gegen Papier (verbrennt) und Schere (wird geschmiedet), verliert aber gegen Stein (brennt nicht) und Wasser (s. o.).